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Besuch mich auf der Modezone Linz!

In den letzten Monaten wurden ja sämtliche Märkte und Veranstaltungen gecancelt – umso glücklicher war ich, als ich erfahren habe, dass die Modezone im Linzer Kunstmuseum Lentos vom 20.-22. November 2020 stattfinden wird! Naja, und glücklich bin ich natürlich vor allem deshalb, weil ich dabei sein darf 🙂

Ich werde dort all meine Stücke, die ich derzeit verfügbar habe und in den nächsten Wochen noch vorbereiten kann, präsentieren und natürlich auch verkaufen. Endlich können sich alle Interessierten meine Kleidung in natura ansehen, die wunderbaren Stoffe fühlen und selbstverständlich auch probieren! Und wenn sich wirklich nichts passendes finden sollte, können wir gerne über eine Maßanfertigung gleich persönlich sprechen.

Ein Tipp: am Freitag Abend (20.11.2020) wird um 19:00 eine Modenschau stattfinden, und auch ich darf dort 3 ausgewählte Outfits präsentieren! Ich freu mich wie ein Schneekönig!

Ohne jemandem nahe treten zu wollen (denn ich finde toll, was die Designer in Österreich rundherum so machen!) wird es bei mir jedoch keine klassische Herbst/Winter Kollektion zu sehen geben. Ehrlich gesagt, entspricht das Lancieren von Kollektionen nicht meiner Denkweise darüber, wie Mode heutzutage sein sollte – zeitlos schön. Wie Du ja weißt, ist es mein Bestreben, hochwertige und zeitlos schöne Stücke herzustellen. Ich möchte nichts anbieten, was in ein paar Monaten wieder „last season“ ist. Ich fertige meine Stücke von Hand, wähle sorgfältig die besten Materialien aus (Stichwort: Blaudruck aus Mühlviertler Leinen, oder Stichwort: echtes Schottenkaro aus GB) und investiere viel Zeit und Liebe in die Anfertigung. Ich mache mir Gedanken darüber, wie die Kleidung beschaffen sein könnte, sodass sie wirklich lange passt – warum also sollte ich eine Kollektion entwerfen, die suggeriert, dass sie nur diese Saison en vogue ist?

Mir ist natürlich klar, dass man als Designer Kollektionen präsentieren muss, um in aller Munde zu sein, um eine Plattform für neue Entwürfe zu schaffen, die dann beachtet und von der Presse aufgenommen werden. Aber es muss meines Erachtens ein Umdenken auch beim Konsumenten stattfinden, dass es immer etwas Neues sein muss. Oft reicht ein neues Stück, um in die Garderobe einen neuen Schliff zu bringen. Und dieses Umdenken kann nur von den Designern selbst angestoßen werden. Giorgio Armani hat bereits damit begonnen, das notwendige Umdenken anzustoßen. Nun bin ich nicht Armani, und ich kann mich wohl auch nicht mit ihm vergleichen, aber ich finde, er gibt damit ein gutes Vorbild ab – gerade für kleine Labels.

Was denkst Du darüber? Bin ich zu radikal? Zu wenig marktorientiert?

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