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Das Frida Kleid – Teil 2

Nun habe ich für mein Party Kleid das Schnittmuster erstellt und ein Probestück (bzw 2) genäht. Letzteres hat länger gedauert – aber erst mal der Reihe nach.

Schnittmuster erstelle ich nach dem System Müller und Sohn München. Dieses System ist das gängige im deutschsprachigen Raum, ich glaube, dass es beinahe von allen Schneidern verwendet wird. Ich habe zu diesem Thema insgesamt drei Kurse besucht, die mir eine gute Grundlage zur Anwendung gegeben haben. Allein sich alles im Selbststudium anzueignen ist meiner Meinung nach kaum möglich, auch wenn die Bücher sehr gut sind. Aber es ist schon ziemlich kompliziert und als Neuling würde man völlig verzweifeln. Das Erlernen der Schnittkonstruktion nach Müller/München hat definitiv mein Näh-Leben verändert. Es macht total viel Spaß, nicht nur zu nähen, sondern die Möglichkeit zu haben, wirklich alles an einem Modell selbst zu designen. Mal abgesehen davon, dass man die üblichen Konfektionsgrößen damit völlig vergessen kann 😅

Beim Erstellen eines Maßschnittes werden klarerweise zuvor alle Maße abgenommen und daraus dann ein erster Grundschnitt erstellt. Dieser muss aber dann noch angepasst werden, denn auch wenn man alle Maße ganz genau nimmt, kann man daraus – entgegen der Erwartung vieler – nicht gleich ein perfekt sitzendes Modell erstellen. Ich habe also ein Probemodell genäht, doch leider gibt es keine Fotos davon. Meine Mutter hat dann freundlicherweise dieses erste Modell abgesteckt. Es waren vor allem die Abnäher im Rücken zu korrigieren und am Armausschnitt musste ich auch noch einen einfügen. Das erste Probemodell hab ich noch ohne Ärmel gemacht, da der Ärmelschnitt sich aus den Maßen des richtigen Armausschnittes ergibt, und auch diesen musste ich noch anpassen.

Beim zweiten Probemodell habe ich dann schon den Ärmel eingesetzt. Wieder musste meine Mutter abstecken (Danke, Mama!!!!). Vor allem die Ärmelweite musste angepasst werden, aber auch den Armausschnitt hat sie noch mal korrigiert. Hier sind die Vorher-Nachher-Fotos:

Ein Ärmelschnitt beinhaltet außerdem einen Abnäher am Unterarm. Den wollte ich aber ganz weg bekommen, um das Stoffmuster und den Paillettenstoff ideal einsetzen zu können. Ich habe also den geänderten Ärmel wieder vom Basismodell raus getrennt und glatt gebügelt – da musste ich aber eine Falte einbügeln, denn sonst wäre der Ärmel nicht glatt, denn so wie er nach dem Abstecken war, hat die Schnittform die Armbeuge berücksichtigt. Etwas unorthodox, aber naja… Den glatt gebügelt Ärmel hab ich als Vorlage für ein Schnittmuster für den endgültigen Ärmel verwendet. Dann habe ich aber sicherheitshalber nochmal einen Testärmel genäht, da ich mir nicht sicher war, ob ich nach Weglassen der eingebügelten Falte noch genügend Bewegungsfreiheit haben würde. Glück gehabt – der Ärmel passt!

Letzter Schritt: die Länge des Kleides festlegen. Auch hier hab ich hin und her probiert und habe 2 mögliche Längen genommen – ein kleiner, aber feiner Unterschied. Auf Instagram habe ich dann gefragt, welche besser sei, und beinahe alle haben mich in meiner Meinung unterstützt, es wird die Variante rechts. Irgendwie wirkt das harmonischer, es macht das schönere Bein und ich glaube, mit einer leicht längeren Variante fühle ich mich einfach wohler.

Jetzt geht es in die letzte Phase – das Frida Kleid wird jetzt zugeschnitten und genäht!

Bald erfährt ihr mehr…

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